Wie beantrage ich eine Einstufung in einen Pflegegrad?

2017-09-15 07:57:55

Ratgeber Pflegegeld oder Pflegegrad (Pflegestufe) beantragen

Wie beantrage ich eine Einstufung in einen Pflegegrad?

Ein Antrag auf Einstufung der Pflegebedürftigkeit wird bei der Pflegekasse gestellt (erreichbar über Ihre Krankenversicherung). Die Antragstellung kann formlos erfolgen oder es kann ein entsprechendes Formular bei Ihrer Pflegekasse angefordert werden, das Sie ausgefüllt und unterschrieben an die Pflegeversicherung zurücksenden. Gerne helfen wir Ihnen dabei - als Mettmanner Pflegedienst ist das für uns selbstverständlich. Wenn Sie Unterstützung beim Antrag auf einen Pflegegrad benötigen, vereinbaren Sie einfach telefonisch einen Termin mit uns. Bitte bringen Sie zum Termin alle Schreiben der Pflegekasse und die Versichertenkarte mit.

Sollte eine Pflegebedürftigkeit festgestellt werden, werden die Leistungen rückwirkend ab Eingang des Antrags auf Einstufung der Pflegebedürftigkeit übernommen.

In dieser Tabelle sehen Sie, aufgeschlüsselt nach Pflegegrad, die Höhe Geldleistung (für Angehörige, sofern diese die Pflege übernehmen) und die Höhe der Sachleistung (das heisst wenn wir als Pflegedienst die Pflege übernehmen):

tabelle-ratgeber-pflegegrad-pflegedienst-mettmann.jpg

 

Leistungen der Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege

Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben Personen, die als pflegebedürftig gelten und damit in einen Pflegegrad eingestuft sind.

Die Einstufung in einen Pflegegrad erfolgt durch den MDK. Der MDK ist der medizinische Dienst der Krankenkassen. Sobald Sie einen Antrag auf Pflegegrad (Pflegestufe) gestellt haben, kommt der MDK zur Begutachtung in die Wohnung des Antragsstellers. Wir als A+S Pflegedienst können gerne bei diesem Termin anwesend sein, um Sie zu unterstützen.

 

Pflegegeld (§ 37 SGB IX)

Je nach Pflegegrad erhalten Sie einen festgelegten Geldbetrag von der Pflegekasse und müssen hiermit Ihre Pflege selbst organisieren. Pflegegeld kann z. B. in Anspruch genommen werden, wenn Sie ausschließlich von Ihren Angehörigen gepflegt werden.

 

Sachleistung (§ 36 SGB IX)

Pflegesachleistungen erhalten Sie, wenn für die Versorgung der pflegebedürftigen Person die Unterstützung unseres ambulanten Pflegedienstes in Anspruch genommen wird. Überschreiten die Kosten für die Leistungen des Pflegedienstes den Höchstbetrag der Sachleistungen, müssen Sie den Restbetrag privat finanzieren.

 

Es gibt auch eine Mischform, diese wird Kombinationsleistung genannt.

Kombinationsleistung (§ 38 SGB IX)

Hierunter wird eine Kombination aus Geld- und Sachleistung verstanden. Sie steht Ihnen zu, wenn Sie die Leistungen eines Pflegedienstes in Anspruch nehmen, ohne den Ihnen zur Verfügung stehenden Betrag an Sachleistungen voll auszuschöpfen. Der Restbetrag wird Ihnen dann anteilig als Pflegegeld ausgezahlt.

Hier ein Berechnungsbeispiel von Kombinationsleistungen für Pflegegrad 3: 

Bei Pflegegrad 3 stehen dem Pflegebedürftigen monatlich Pflegesachleistungen bis zu 1298 Euro oder ein monatliches Pflegegeld in Höhe von 545 Euro zu. Hat die Pflegekasse, z. B. für den Einsatz eines Pflegedienstes, Pflegesachleistungen von 908,60 Euro bezahlt, so wird das anteilige Pflegegeld folgendermaßen berechnet:

908,60 Euro entsprechen 70 % von 1298 Euro. Der Anspruch auf das anteilige Pflegegeld reduziert sich somit auf 30 % der möglichen 545 Euro. Folglich zahlt die Pflegeversicherung noch 163,50 Euro. Kann der Umfang der Pflegesachleistung nicht im Voraus bestimmt werden, so rechnet die Pflegeversicherung zuerst die Pflegesachleistung ab. Das anteilige Pflegegeld wird anschließend berechnet und ausgezahlt, um nachträgliche Korrekturen zu vermeiden.

 

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Schlagwörter

Pflegestufe; pflegegrad; Einstufung; pflegekasse; pflegeversicherung
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15.09.2017, 07:45
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